Ternus über Vision Pro

Vision Pro bleibt Baustelle für Apples neuen CEO

Der künftige Apple-CEO John Ternus hat sich in einem Interview ausführlich zum Vision Pro geäußert und dabei sowohl Herausforderungen als auch Zukunftspläne skizziert.

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In einem aktuellen Interview mit Tom’s Guide hat sich der designierte Apple-CEO John Ternus ausführlich zum Vision Pro geäußert. Seine Einschätzungen zum Mixed-Reality-Headset geben interessante Einblicke in die strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Quickread: Auf einen Blick
  • John Ternus sieht das Vision Pro als langfristiges Projekt, trotz verhaltener Verkaufszahlen von unter 500.000 Einheiten im Jahr 2024.
  • Hauptprobleme sind das hohe Gewicht von bis zu 650 Gramm und das begrenzte App-Ökosystem, was viele Käuferinnen und Käufer bemängeln.
  • Für 2025 plant Apple ein Update mit M5-Chip und besserem Kopfband, für 2027 eine deutlich leichtere und günstigere Version.

Vision Pro als langfristiges Projekt

Ternus betonte in dem Gespräch, dass Apple das Vision Pro als langfristiges Projekt betrachtet. Trotz der vergleichsweise verhaltenen Marktresonanz seit dem Launch im Februar 2024 zeigt sich der künftige CEO überzeugt vom Potenzial der Technologie. Er verwies darauf, dass bahnbrechende Produkte Zeit benötigen, um sich am Markt zu etablieren – eine Entwicklung, die Apple bereits bei früheren Produktkategorien wie der Apple Watch erlebt hat.

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Die technologische Herausforderung

Der Hardware-Experte räumte ein, dass das Vision Pro vor allem in zwei Bereichen Herausforderungen gegenübersteht: dem Gewicht des Geräts und dem noch begrenzten App-Ökosystem. Viele frühe Käuferinnen und Käufer haben das Headset als zu schwer für längere Nutzungssessions empfunden. Mit einem Gewicht von 600 bis 650 Gramm, abhängig von der Konfiguration, belastet das Gerät besonders bei längerer Tragezeit den Nacken.

Räumliches Computing erklärt!

Räumliches Computing beschreibt die Nutzung digitaler Inhalte in einem dreidimensionalen Raum, bei dem virtuelle Objekte mit der physischen Umgebung verschmelzen. Anders als bei klassischen Bildschirmen können Nutzerinnen und Nutzer Apps und Inhalte frei im Raum platzieren und mit natürlichen Gesten wie Blicken, Händen und Stimme steuern. Das Vision Pro von Apple ist ein Beispiel für ein Gerät, das räumliches Computing ermöglicht.

Kontinuierliche Weiterentwicklung geplant

Ternus kündigte an, dass Apple weiterhin stark in die Entwicklung des Vision Pro investieren wird. Berichten zufolge plant das Unternehmen bereits für 2025 ein Update mit dem M5-Chip und einem verbesserten Kopfband, das den Tragekomfort deutlich erhöhen soll. Für 2027 ist dann eine grundlegend überarbeitete Version geplant, die deutlich leichter und möglicherweise auch günstiger sein soll.

Vision Pro im Kontext der Apple-Strategie

Der künftige CEO stellte klar, dass das Vision Pro nicht als isoliertes Produkt zu verstehen ist, sondern als wichtiger Baustein in Apples langfristiger Vision für räumliches Computing. Die Erfahrungen mit dem aktuellen Modell fließen in die Entwicklung zukünftiger Produkte ein, darunter möglicherweise auch leichtere Smart Glasses ohne integrierte Displays, die für 2027 erwartet werden.

Herausforderungen für die Zukunft

Als neuer CEO wird Ternus vor der Aufgabe stehen, die Vision-Pro-Produktlinie zu einer breiteren Marktakzeptanz zu führen. Mit einem Einstiegspreis von 3.699 Euro richtet sich das aktuelle Modell primär an Early Adopters und professionelle Anwenderinnen und Anwender. Bereits sein Vorgänger Tim Cook hatte eingeräumt, dass das Vision Pro in dieser Preisklasse kein Massenmarktprodukt sein kann.

Die Verkaufszahlen blieben bisher hinter den Erwartungen zurück. Schätzungen zufolge wurden im Jahr 2024 weniger als 500.000 Einheiten verkauft. Einige Käuferinnen und Käufer berichteten von Reue über den hohen Anschaffungspreis, insbesondere angesichts der begrenzten Nutzungsmöglichkeiten und des geringen Tragekomforts.

Ausblick auf die Ternus-Ära

Mit seinem Hintergrund als Hardware-Ingenieur bringt Ternus die richtige Expertise mit, um die technischen Herausforderungen des Vision Pro anzugehen. Seine Erfahrung in der Produktentwicklung könnte entscheidend sein, um das Headset zu einem Erfolg zu führen. Gleichzeitig wird er beweisen müssen, dass er nicht nur technische Probleme lösen, sondern auch eine überzeugende Vision für die Zukunft räumlicher Computer entwickeln kann.

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